Technologien

Plethysmographie-Variabilitätsindex (PVi®)

Ein dynamischer Index zur Überwachung der Volumenreagibilität mit einem einzigen Pulsoximetriesensor

Der PVi ist zusammen mit der Masimo-SET®-Pulsoximetrie und der rainbow®-Pulse-CO-Oximetrie verfügbar und ermöglicht eine kontinuierliche, nichtinvasive Überwachung der relativen Variabilität im Photoplethysmographen (Pleth) während der Atemzyklen.

Der PVi kann als dynamischer Indikator der Volumenreagibilität bei ausgewählten Populationen von mechanisch beatmeten erwachsenen Patienten verwendet werden.1

Die Beweise sprechen für sich

Flüssigkeitstropfensymbol

Unterstützt Kliniker bei der Optimierung des Flüssigkeitsmanagements

Symbol eines Herzens mit Kreuz

Hilft bei der Verbesserung der Ergebnisse im OP und auf der ITS

Häkchensymbol

Nichtinvasiv und einfach zu bedienen

Was bedeutet PVi?

  • Der PVi ist ein dynamischer Index zwischen 0 und 100, der mit einem einzigen Pulsoximetriesensor auf nichtinvasive Weise die relative Variabilität der Pleth-Wellenform überwacht.
  • Durch die Analyse der gefundenen Pleth-Amplituden berechnet der PVi automatisch die dynamischen Veränderungen, die während des Atemzyklus auftreten.
  • Eine erhöhte Variabilität in der Pleth-Wellenform wurde mit einer Vorlastabhängigkeit und Volumenreagibilität in Verbindung gebracht, sodass diese einen wertvollen Parameter zur Überwachung in der Akutversorgung darstellt.

Hinweis: Die Fähigkeit des PVi zur Vorhersage der Volumenreagibilität kann je nach Patient, prozeduralen und gerätebezogenen Faktoren unterschiedlich sein. Daher sollten Entscheidungen zum Flüssigkeitsmanagement anhand einer umfassenden Beurteilung des Gesamtzustands des Patienten erfolgen.

Mehr erfahren

Schlafender Patient im Krankenhausbett mit Masimo-Monitor am Finger und einem Masimo-Root-Gerät im Hintergrund.

Die Wichtigkeit einer ausgewogenen Flüssigkeitsgabe

Der PVi wurde entwickelt, um Kliniker bei einer ausgewogenen Flüssigkeitsgabe zu unterstützen, einer häufigen Intervention zur Verbesserung des Herzzeitvolumens (CO). Die Erhaltung dieser Ausgewogenheit ist sehr wichtig, da sowohl eine Hypovolämie als auch eine Hypervolämie zu unerwünschten Ergebnissen führen kann.2

 

Durch die Möglichkeit eines Einblicks in die Volumenreagibilität bei mechanisch beatmeten Patienten unterstützt der PVi Kliniker bei der Verbesserung der Ergebnisse.

Diagramm zeigt optimale Flüssigkeitsverabreichung

Identifizieren der Vorlastabhängigkeit

Die Vorlastabhängigkeit ist definiert als die Fähigkeit des Herzens, das Schlagvolumen als Reaktion auf eine Erhöhung der Vorlast bzw. mehr Flüssigkeit zu erhöhen.1

  • Die Frank/Starling-Kurve definiert die Beziehung zwischen ventrikulärer Vorlast und Schlagvolumen und der Vorlastabhängigkeit von Fluid-Respondern.1
  • Während eines Atemzyklus können Veränderungen im ventrikulären Füllvolumen beobachtet werden. Wenn das Vorlast-Flüssigkeitsvolumen niedrig ist, führen diese Änderungen des ventrikulären Füllvolumens zu größeren Abweichungen beim Schlagvolumen.1

Vergleich der aktuellen Behandlungsstandards mit PVi

  • Traditionelle Messungen wie SVV und PPV werden durch eine invasive arterielle Kanüle oder nichtinvasive Blutdruckmanschetten erreicht. Dadurch können Kliniker Abweichungen in der arteriellen Druckkurve besser beurteilen, die durch Änderungen des Schlagvolumens verursacht werden.3
  • Der PVi nutzt jedoch die arterielle Pleth-Wellenform und gibt die Absorptionskonzentration des arteriellen Hämoglobins für eine nichtinvasive Beurteilung wieder.3

Durch die Nutzung des PVis als Teil des Flüssigkeitsmanagementprotokolls zeigt sich eine Verbesserung der klinischen und wirtschaftlichen Ergebnisse bei einer Reduzierung der Flüssigkeitsgabe.4,5

Klinische Anwendungen

  • Krankenhausprotokolle wie die zielgerichtete Therapie (GDT) und die verbesserte Genesung nach der Operation (ERAS) empfehlen ein Flüssigkeitsmanagement als Teil von größeren Initiativen zur Verbesserung der Versorgung und Sicherheit der Patienten.
  • Eine Ausgewogenheit der Flüssigkeiten wird mit geringerem Laktataufbau und kürzeren Genesungszeiten in Verbindung gebracht.4,5

GDT-Ergebnisse*

Diagramm zeigt Auswirkung von PVi auf Ergebnisse zielgerichteter Therapie (GDT).

In einer Studie mit 82 Patienten, die sich einer größeren Bauchoperation unterziehen mussten, konnte gezeigt werden, dass das PVi-basierte zielorientierte Flüssigkeitsmanagement zu einer Verringerung des intraoperativ infundierten Volumens und einer Senkung der intraoperativen und postoperativen Laktatwerte führt.4

ERAS-Ergebnisse*

Tabelle zeigt Auswirkung von PVi auf verbesserte Genesung nach der Operation (ERAS).

In einer Studie mit 109 Patienten, die sich einer kolorektalen Operation unterziehen mussten, konnte gezeigt werden, dass die Implementierung eines verbesserten Genesungsprotokolls einschließlich PVi zu einer verbesserten Patientenzufriedenheit und erheblich verkürzten Aufenthalten, verringerten Komplikationsraten und geringeren Kosten für die Patienten führte.5

SpHb® und PVi: Blut- und Flüssigkeitsüberwachung

Der PVi ist auf der Plattform für die Masimo-rainbow-SET®-Pulse-CO-Oximetrie verfügbar, zusammen mit der nichtinvasiven, kontinuierlichen Überwachung des Gesamthämoglobins, SpHb.

Wenn SpHb und PVi zusammen überwacht werden, kann dies Klinikern einen zusätzlichen Überblick über den Zustand eines Patienten ermöglichen.

Erfahren Sie mehr über SpHb

Fallbeispiel: PVi zusammen mit SpHb

Der folgende Fall einer Leberoperation zeigt die Auswirkungen einer Verdünnung des Gesamthämoglobins bei einer Infusion von 2,5 l Kristalloid.6

Verbessern der Patientenergebnisse

Eine am CHU Limoges (Frankreich) durchgeführte klinische Studie mit 18.716 Patienten zeigte den klinischen Wert der Implementierung eines krankenhausweiten zielgerichteten Therapieprotokolls (GDT) für das Blut- und Flüssigkeitsmanagement unter Verwendung der SpHb- und PVi-Überwachung von Masimo. Die Ergebnisse zeigten, dass die Überwachung des SpHbs und PVis, integriert in einen Blutgefäßfüllungsalgorithmus, auf der gesamten Krankenhausebene mit einer früheren Transfusion und einer um 33 % verringerten 30-Tage-Sterblichkeit bzw. einer um 29 % geringeren 90-Tage-Sterblichkeit in Verbindung stand.7

01:45

Video-Miniaturansicht eines intubierten Patienten

Zahlreiche weitere Studien haben den Nutzen des PVis als Teil verschiedener Regimes und Protokolle für das Flüssigkeitsmanagement bewertet. Dies führte zu verschiedenen Resultaten und Ergebnissen.

Produkte im Überblick

Dunkelhäutiger Patient in einem Krankenhauskittel, der mit einem kabellosen Masimo-Sensor ausgestattet ist und ein Kind umarmt.

Masimo SET®

Measure-through-Motion-and-Low-Perfusion™-Pulsoximetrie

Klinisch bewährte Signal Extraction Technology®, die in herausfordernden Situationen und bei allen Hauttönen exakt misst

IV-Blutbeutel hängt in der Nähe eines Geräts für die bettseitige Überwachung.

Gesamthämoglobin (SpHb®)

Nichtinvasive und kontinuierliche Hämoglobinüberwachung

Kontinuierliche Überwachung der Hämoglobintrends in Echtzeit zwischen invasiven Blutprobenentnahmen

LiDCO Rapid-Monitor, der Hämodynamiküberwachung zeigt

LiDCO® Rapid

Hämodynamisches Überwachungssystem

Erweiterte hämodynamische Beat-to-Beat-Überwachung zur Unterstützung einer fundierten Entscheidungsfindung in Pflegebereichen mit hoher Akutheit

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Ressourcen

Studien

Video

Internetseiten

Materialien

  1. Cannesson et al. J Cardiothoracic 1 Vas Anes. 2010.

  2. Bellamy MC. Br J Anaesth. 2006 Dec;97(6):755-7.

  3. Chandler et al. J Clin Monit Comput. 2012.

  4. Forget P et al. Anesth Analg. 2010 Oct;111(4):910-4.

  5. Thiele RH et al. J Am Coll Surg. 2015 Apr;220(4):430-43.

  6. Perel A. Crit Care. 2017;21:291.

  7. Cros J, et al. J Clin Monit Comput. Aug 2019:1-9. Study utilized a goal-directed fluid therapy protocol with PVi in conjunction with a blood transfusion protocol based on SpHb.

Die Überwachung des SpHbs ist nicht als Ersatz für Laborbluttests gedacht. Klinische Entscheidungen bezüglich von Erythrozytentransfusionen sollten auf dem Urteil des Arztes sowie den folgenden Faktoren beruhen: Erkrankung des Patienten, kontinuierliche SpHb-Überwachung und Labortests anhand von Blutproben.

* Die oben zusammengefassten Studien zu GDT und ERAS wurden mit Patienten durchgeführt, die sich einer speziellen Art der Operation unterziehen mussten und einem speziellen Flüssigkeitsmanagementprotokoll folgten. Die Ergebnisse geben möglicherweise nicht alle Fälle wieder und die beschriebenen GDT- und ERAS-Protokolle sind unter Umständen nicht für alle Arten von Patienten und Operationen geeignet.

PLCO-007751/PLM-15251A-0425 EN-PLM-10629B